Presseinformation – Saarbrücken, 17. März 2026
Am Montag, dem 23. März 2026, bleiben viele Apotheken im Saarland geschlossen. Gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus ganz Deutschland beteiligen sich die Apothekenteams am bundesweiten Protesttag der Apothekerschaft, den die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände ausgerufen hat. Neben Apothekenschließungen gibt es zentrale Kundgebungen, Demonstrationen und Versammlungen in Berlin, Düsseldorf, Hannover und München. Patientinnen und Patienten mit dringendem Medikamentenbedarf müssen sich aber keine Sorgen machen: Die 12 Notdienstapotheken im Saarland sind am 23. März natürlich geöffnet und stellen die Versorgung sicher.
„Die Apotheken im Saarland befinden sich in einer existenzbedrohenden Situation, weil sie chronisch unterfinanziert sind“, sagt Manfred Saar, Präsident der Apothekerkammer des Saarlandes: „Seit 13 Jahren wurde das Honorar bei der Abgabe von rezeptpflichtigen Medikamenten nicht mehr angepasst. Im gleichen Zeitraum – also seit 2013 – sind die Betriebskosten, vor allem die Löhne für das Personal, massiv gestiegen. Diese chronische Unterfinanzierung hat dazu geführt, dass bundesweit fast jede fünfte Apotheke für immer schließen musste. Auch im Saarland sieht es nicht besser aus. Wir fordern die Bundesregierung auf, ihr Versprechen aus dem Koalitionsvertrag endlich einzulösen und die flächendeckende Versorgung durch eine faire Vergütung zu sichern.“ Saar sagt weiter: „Unsere Patientinnen und Patienten bitten wir um Verständnis, wenn die Apotheken geschlossen sind. Wir kämpfen mit unserem Protesttag auch dafür, dass Ihre wohnortnahe Apotheke erhalten bleibt.“
Zum Hintergrund: In Saarland gibt es derzeit noch 249 Apotheken. Das sind 75 Apotheken weniger als noch vor 13 Jahren. Damit hat sich die Apothekenzahl um fast 25 Prozent verringert.
gez.
Manfred Saar
(Präsident)
Apothekerkammer des Saarlandes
Zähringerstraße 5
66119 Saarbrücken
Tel.: 0681/58406-0
e-mail: geschaeftsstelle@apothekerkammer-saar.de
